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Geschichte

Wir sind stolz auf mehr als 60 Jahre unsere Tradition und Erfahrung in der Druckbranche.
     Unsere Anfänge gehen auf Juli 1945 zurück, als mit der Gründung der ersten Staatsdruckerei in Olsztyn begonnen wurde. Sie wurde in einem Gebäude untergebracht, das sich mitten im Stadtzentrum, in der 22-Lipca-Straße (jetzt 11-Listopada-Straße), befindet. Vor dem Krieg waren hier die älteste Druckerei und Verlag tätig, die seit 1841 zur Harich-Familie gehöhrten. Offiziell wurde die Staatsdruckerei in Olsztyn am 15. November 1945 eröffnet. Damals arbeiteten bei der Firma knapp 12 Personen, aber bis Ende 1946 waren dort schon mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigt.
     Ein bemerkenswerter Moment für die Staatsdruckerei war es, am 1. Mai 1947 die erste Ausgabe der Życie Olsztyńskie zu drucken,  einer örtlich geprägten Spalte, die in die leicht umgestaltete Życie Warszawy eingefügt wurde. Die Tageszeitung kam sechsmal pro Woche (ausgenommen montags) heraus. Die Texte, die sich mit nationalen und internationalen Entwicklungen befassten,  wurden von Warschauer Journalisten verfasst. Die regionalen Nachrichten wurden auf die gesonderten Seiten der Zeitung gestellt, die in Olsztyn vorbereitet und gedruckt wurden. Mit der Zeit wurde die örtliche Berichterstattung auf eine Spalte beschränkt und diese Texte wurden in Olsztyn nur vorbereitet, um dann an die Redaktion in Warschau für die Freigabe zur Veröffentlichung gesandt zu werden. Nach 1951, als die Głos Olsztyński zu erscheinen begann, ging die Auflage der Zeitung stets zurück. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde damals die Auflösung der Zeitung beschlossen. Die letzte Ausgabe der Życie Olsztyńskie erschien am 31. Mai 1960.
     Die Staatsdruckerei in Olsztyn wurde im Januar 1948 in Państwowe Zakłady Graficzne (Staatliche Druckwerke) umbenannt. Eine weitere Namensänderung erfolgte im Januar 1951, als man die Firma Olsztyńskie Zakłady Graficzne - Przedsiębiorstwo Państwowe (Olsztyner Grafische Werke - Staatsunternehmen) zu nennen begann. Außerdem eröffnete die Firma zu jener Zeit ihre Zweigniederlassungen in Ostróda und Działdowo. Danach wurde die Produktion der Werke, abgesehen von ihren eigentlichen polygrafischen Dienstleistungen, mit dem Druck der Olsztyner Presse für viele Jahre verbunden. Neben der Głos Olsztyński gehörten zu den Titeln, die in Olsztyn produziert wurden, u.a.: Gazeta Mazurska, Nasza Praca, Głos Lidzbarski, Nasza Kolejowa und nach 1955 auch die monatlich erscheinende Kulturzeitschrift Mazury i Warmia. Das erste Buch, das hier gedruckt wurde, war „Wilczy Szaniec - dawna kwatera Hitlera” von 1963.
     Nach 1960 begann man die weitere Entwicklung der Olsztyner Polygraphie zu planen, die den Bau einer neuen Druckerei vorsah. Mit dem Bau wurde jedoch erst fünf Jahre später angefangen, als am 12. Juni 1965 auf einem Gelände in der Nähe der Kreuzung der Dworcowa- und Towarowa-Straße der Grundstein feierlich eingemauert wurde. Olsztyńskie Zakłady Graficzne OZGraf Spółka Akcyjna sind nach wie vor in jenem Gebäude untergebracht, dessen Errichtung gerade damals begonnen wurde. Am 24. Januar 1970 bekamen die Werke den Namen Seweryn Pieniężnys, des Verlegers, Herausgebers und Redakteurs der Gazeta Olsztyńska aus der Vorkriegszeit, der 1940 im nationalsozialistischen Vernichtungslager Hohenbruch bei Königsberg ermordet wurde. Die Benennungsfeier fand im Kopernikus-Saal des Olsztyner Schlosses statt. Offiziell wurde OZGraf im. S. Pieniężnego am 23. Januar 1971 eröffnet.
     Die 1970er waren für OZGraf eine Periode außergewöhnlichen Wachstums: das modernisierte Unternehmen hat schnell die Spitze jener erreicht, die in der Olsztyńskie-Woiwodschaft am erfolgreichsten agierten. In den 1980er hingegen wurden die Maßnahmen fortgesetzt, die vor allem auf die Verbesserung des Maschinenparks abgezielt waren. Zum vierzigsten Jahrestag von OZGraf, im Jubiläumsjahr 1985, wurden u.a. eine Rollenoffsetmaschine Ultraset RO-72-3, eine Bogenoffsetmaschine Planeta P-23 SW, Multi-Effekt-Falzmaschinen sowie Zusammentragmaschinen LBW bzw. Zirkona Forta R 660 eingerichtet. In den nächsten Jahren wurden außerdem eine neue Broschurbindestraße Wohlenberg, ein Sammelhefter LBW 745, Aster-Fadenhefter und eine Papierschneidemaschine Seypa PMC eingeführt. Nicht viele Unternehmen in der Woiwodschaft konnten ihr halbes Jahrhundert in solch einem guten technischen und wirtschaftlichen Zustand feiern und gerade so war es 1995 mit OZGraf.
     Nach 52 Jahren seiner Existenz wurde das bisherige Staatsunternehmen namens Olsztyńskie Zakłady Graficzne im. Seweryna Pieniężnego am 24. Dezember 1997  in die Marktwirtschaft überführt und in eine Ein-Mann-Aktiengesellschaft umgewandelt. Ein paar Tage später, am 31. Dezember 1997, wurde die Gesellschaft im Handelsregister unter dem Namen OZGraf – Olsztyńskie Zakłady Graficzne Spółka Akcyjna eingetragen.
Olsztyńskie Zakłady Graficzne OZGraf S.A. ist keine Staatsfirma mehr: die Staatskasse hat die Druckerei an Przedsiębiorstwo Produkcyjno-Handlowe KOMPAP S.A. in Kwidzyn verkauft. Am 28. Dezember 2010 wurde ein Vertrag für den Verkauf von 909 500 Aktien der Gesellschaft OZGraf Olsztyńskie Zakłady Graficzne Spółka Akcyjna mit Sitz in Olsztyn, die 85% ihres Grundkapitals ausmachten, für beinahe 17 Mio. Zloty unterzeichnet. Die übrigen 15% der Aktien sind in die Hände der Belegschaft gelangen. OZGraf S.A. ist jetzt eine Tochtergesellschaft von KOMPAP S.A..
     Auf den 13. Dezember 2011 fiel der 30. Jahrestag der Verhängung des Kriegsrechtes über Polen. In Erinnerung an jene Ereignisse veranstaltete die Regionale Sektion für Bildung und Erziehung der Unabhängigen Selbstverwaltenden Gewerkschaft Solidarität in Olsztyn und die Vertretung des Ausschusses zur Verfolgung von Verbrechen gegen die Polnische Nation beim Institut für Nationales Gedenken in Olsztyn einen Wettbewerb bildender Kunst unter dem Motto „Den Adler wird die Krähe nicht besiegen – Polen unter Kriegsrecht“.
Olsztyńskie Zakłady Graficzne übernahm die Ehrenschirmherrschaft über den Wettbewerb und setzte sich für die Förderung der Wettbewerbsidee ein.
Am Wettbewerb nahmen Schüler der Staatsoberschule für Bildende Kunst in Olsztyn und Studenten der Fakultät für Kunst der Ermland-Masurischen Universität teil.
Das Ergebnis dieser Aktivitäten ist der durch OZGraf gedruckte und unten stehende Kalender, der das preisgekrönte Plakat von Frau Elżbieta Szymczuk und 11 ausgezeichnete Wettbewerbsbeiträge darstellt.

 


Das siegereiche Plakat gehörte Frau Elżbieta Szymczuk, einer Schülerin der Staatsoberschule für Bildende Kunst in Olsztyn.





11 ausgezeichnete Beiträge zum Wettbewerb „Den Adler wird die Krähe nicht besiegen“, aufgenommen in den Kalender, der durch OZGraf S.A. gedruckt und gesponsert wurde.




  • fester Einbandbis zu 50 000
  • broschurbis zu 50 000
  • rückstichheftungbis zu 180 000

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